Wir erinnern an Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt.

Dreizehn Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 hat die Mobile Opferberatung in Sachsen-Anhalt registriert. Dazu gehört auch, dass Angehörige und Freund_innen der Getöteten von der Mobilen Opferberatung unterstützt werden: bei den Strafprozessen gegen die Täter und bei der Bewältigung des Verlustes eines Vaters, Lebensgefährten, Sohnes oder Freundes. Immer wieder ist dabei deutlich geworden, wie wichtig eine offizielle und öffentliche Anerkennung der Tatmotive für die Angehörigen der Getöten ist. Deshalb setzt sich die Mobile Opferberatung seit vielen Jahren für die Anerkennung aller Todesopfer rechter Gewalt durch die Landesregierung in Magdeburg und durch die Bundesregierung ein.

Die Kampagne „Wir erinnern an Opfer rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt“ ist aus der Begleitung und Unterstützung von Angehörigen und Freund_innen von Getöteten entstanden. Mit der Kampagne wollen wir zum einen an dreizehn Menschen erinnern, die seit 1990 aufgrund ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft, ihrer politischen Überzeugung, ihrer Beeinträchtigungen und ihres sozialen Status in Sachsen-Anhalt getötet wurden. Und wir wollen vor Ort Initiativen und Einzelpersonen unterstützen, die die tödliche Dimension rechter Gewalt vor Ort sichtbar machen wollen.